Abnehmen mit Turbo

In Deutschland ist nur eine Minderheit der Erwachsenen in der Lage, ihr Körpergewicht bis ins hohe Alter gemäß dem Body-Maß-Index zu halten, ist im 12. Ernährungsbericht nachzulesen. In den Jahren 1999 bis 2009 hat die Häufigkeit von Adipositas (Fettsucht) stark zugenommen. Jeder Fünfte ist bereits fettleibig und damit gefährdet eine Herz-/Kreislauferkrankung oder Diabetes zu entwickeln.

 

Was Viele nicht wissen: Auch beim Abnehmen sind Vitalstoffe von Bedeutung – und zwar um den Stoffwechsel anzukurbeln. Das „Center of Disease Control and Prevention“ (Atlanta, USA)  stellte fest, dass übergewichtige Menschen häufig einen Vitalstoffmangel haben.

 

Folgende Nährstoffe unterstützen die Fettverbrennung und das Gewichtsmanagement:

 

Carnitin

Diese Aminosäure kann hohe Blutfett- und Cholesterinwerte senken. Mit Hilfe von Carnitin werden langkettige Fettsäuren in das Innerste der Mitochondrien geleitet, wo sie verbrannt werden.

 

Ein Mangel an Carnitin führt zur vermehrten Produktion von Triglyzeriden und Lipiden, die im Fettgewebe eingelagert werden.

 

Damit der Körper Carnitin herstellen kann, benötigt er die Aminosäuren Lysin und Methionin sowie die Vitamine C, B3, B6, B12, Folsäure und das Spurenelement Eisen. Fehlt eines der Vitamine, kann Carnitin nicht produziert werden.

 

Professor Luppe von der Universität Leipzig machte 2004 deutlich, dass er in Bezug auf die Vermeidung von Übergewicht es als viel wichtiger ansieht, Maßnahmen zur Verbesserung des Fettabbaus im Körper umzusetzen als die Fettzufuhr von außen zu reduzieren. Allerdings müsse dazu der Fettstoffwechsel optimal funktionieren. Dafür sieht er Carnitin als wichtigen Faktor. Ein Mangel an dieser Aminosäure würde den Abbau der Fettsäuren reduzieren. Insgesamt würde Carnitin eine Schlüsselrolle bei der Regulation des Fett- und Kohlehydratstoffwechsels spielen.

 

Vor dem Hintergrund erstaunt es fast nicht, dass Übergewichtige häufig einen Carnitinmangel haben.

 

CoEnzym Q10

CoEnzym Q10 kurbelt die Energieproduktion in den Mitochondrien an, daher geht man auch davon aus, dass es das Abnehmen unterstützen kann. 

 

Vitamin C

Viele Übergewichtige haben einen zu geringen Vitamin-C-Spiegel. Vitamin C ist Bestandteil von Carnitin und hilft, den Cholesterinspiegel zu regulieren.

 

Magnesium

In den Mitochondrien befinden sich die sogenannten „cAMP“-Moleküle. Sie sind für einen funktionierenden Stoffwechsel notwendig und gelten als „Fettfresser“. Damit sie optimal funktionieren können, ist jedoch ausreichend Magnesium notwendig.

 

Magnesium ist allgemein wichtig für die Energiebereitstellung und die Herstellung von Botenstoffen, die für die Fettfreisetzung (Lipolyse) sorgen. Das Gegenteil von Lipolyse ist die Lipogenese, die Fetteinlagerung.

 

Vitamin E

Im Stoffwechsel von Übergewichtigen werden zu wenig Freie Radikale produziert. Dies führt auch dazu, dass Fettsäuren oxidieren. Ist das der Fall können sie von fettabbauenden Substanzen nicht erkennt werden, was das Abnehmen erschwert. Die Lösung sind Antioxidantien, zum Beispiel Vitamin E, damit die Freien Radikalen bekämpft werden.

 

Bitterstoffe

Wie bei den Kräutern schon ausgeführt, regen Bitterstoffe sämtliche Verdauungssäfte an. Sie haben jedoch noch einen anderen großen Vorteil: Das Bauchfett schmilzt langsam aber sicher. Insofern sind sie sehr wichtig fürs Abnehmen. Zu viel sollte man jedoch nicht nehmen.

 

B-Vitamine

Einige Vitamine aus dem B-Komplex sind allein schon wegen ihrer Wirkung auf die Nerven zu empfehlen. Doch fünf der B-Vitamine kurbeln sogar die Fettverbrennung an und zwar: B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5 (Pantothensäure), Biotin und Vitamin B12 (Cobalamin). Vor allem Riboflavin (B2) soll besonders schnell wirken.

Bewegung, Aminosäuren, gesunde Ernährung

Wie hinlänglich bekannt ist, muss der Stoffwechsel und die Fettverbrennung ebenfalls mit mehr Bewegung angekurbelt werden.

 

Ein weiterer Faktor sind Aminosäuren. Ein Protein-Shake macht sehr satt, daher empfiehlt es sich durchaus mindestens eine Mahlzeit pro Tag damit zu ersetzen. Doch Aminosäuren haben noch andere Vorteile: Einige regen die Produktion sogenannter „schlank machender Hormone“ an. Das Wachstumshormon (STH), das während unseres Schlafs produziert wird, zählt dazu. Es fördert den Fettabbau und steigert die Produktion von Eiweiss.

 

Untersuchungen haben ergeben, dass Übergewichtige zu wenig STH haben. Die körpereigene Produktion kann jedoch mit Hilfe bestimmter Aminosäuren angekurbelt werden, dazu zählen: Arginin, Glutamin und Methionin. Außerdem sind dafür nötig: Die Vitamine B6 und B12 sowie Zink.

 

Andere Aminosäuren sind wahre „Fatburner“ zum Beispiel das oben beschriebene Carnitin. Doch auch Glutamin ist hilfreich: Sogar bei fettreicher Ernährung soll es eine Fettreduktion auslösen. Weiterhin soll sich das Verlangen nach Zucker und Alkohol reduzieren.