Vitamin K1

Es gibt zwei Arten von Vitamin K, die sich in ihrer Wirkung unterscheiden. Wenn wir heute in Nährwerttabellen von Vitamin K lesen, ist damit Vitamin K1 gemeint. Es hat eine Wirkung auf die Blutgerinnung. Während Vitamin K2 vor allem wichtig für die Knochengesundheit ist. Beide Vitamine sind fettlöslich.

Während Vitamin K2 von außen zugeführt werden muss, kann K1 zum Teil im Körper produziert werden. Dazu bedarf es allerdings einer intakte Darmflora, was bei vielen Menschen nicht gewährleistet ist. 

 

Über die Ernährung könnten wir unsere Vitamin K1-Versorgung decken. Es kommt in Pflanzen vor. Bei einer Ernährung, die täglich fünf Portionen Obst und Gemüse beinhaltet, dürfte keine Mangelerscheinung vorliegen. Besteht ein ungesunder Lebensstil, womöglich noch mit einer gestörten Darmflora und Alkoholkonsum, besteht das Risiko einer Unterversorgung.

 

Symptome für eine Unterversorgung mit Vitamin K1 sind:

 

·         Erhöhte Blutungsneigung bzw. gestörte Blutgerinnung

·         Neigung zur übermäßigen Entwicklung von blauen Flecken (Blutungen unter der Haut)

 

Ein Mangel an Vitamin K1 kann auch durch Medikamente entstehen, die das Blut gezielt verdünnen sollen (Gerinnungshemmer, Antibiotika, Mittel gegen Epilepsie und weitere).

 

Blutungen können auch in Geweben vorkommen. Wenn sie nicht erkannt werden, können lebensgefährliche Folgen eintreten.

 

Wie bedeutsam Vitamine – wie K1 – für unsere Gesundheit sind, zeigt das Beispiel der Neugeborenen. Erhalten sie während der Schwangerschaft und nach der Geburt durch das Stillen zu wenig Vitamin K1, so kann dies beim Neugeborenen zu Hirnblutungen mit Folgeschäden führen. Ursache kann zu wenig Vitamin K1 in der Muttermilch sein. Daher ist es mittlerweile Standard, dem Säugling direkt nach der Geburt Vitamin K1 oral zu verabreichen.

 

Die Blutgerinnung kann über Leben und Tod entscheiden, daher sollte der Körper stets in der Lage sein, die so wichtigen Gerinnungsfaktoren zu bilden. Dies geschieht in der Leber mit Hilfe von Vitamin K1.

Somit ist klar, dass es nicht ausreicht,  den Körper lediglich mit ausreichend K1 zu versorgen. Wichtig ist auch, dafür zu sorgen, dass die Leber ihre Aufgaben erfüllen kann. Zahlreiche Vitalstoffe stärken sie darin.

 

Bei massiven Schädigungen der Leber zum Beispiel durch Alkoholmissbrauch ist die Bildung von Gerinnungsfaktoren gefährdet. Bekannt ist eine erhöhte Blutungsneigung bei der Leberinsuffizienz.